50 Jahre SI Club Münster
Der Club Münster feierte Ende Juni sein 50-jähriges Bestehen im historischen Rathaus von Münster, dort wo Diplomatie begann und die Kunst des Kompromisses erprobt wurde. Als 29. Club in Deutschland am 17. Januar 1976 gechartert, passte dieses Gründungsdatum zum Festvortrag „Mitreden – Mitbestimmen – Mitgestalten. Frauen in der Zivilgesellschaft“, in dem Prof. Dr. Annette Zimmer an die Aufbruchszeit der 70er Jahre erinnerte und letztlich vor dem riskanten Wandel des heutigen Frauenbildes warnte. Dr. Kathi Schepers begrüßte als Präsidentin des SI Club Münster die 130 Gäste aus dem In- und Ausland und hob die vielseitige Bedeutung unseres zivilgesellschaftlichen Engagements hervor. Die Wertschätzung dafür brachte die Immediate Past Präsidentin von SI Deutschland Manuela Nitsche sehr persönlich mit Blick auf die Geschichte des Clubs zum Ausdruck.
v.l.n.r. Immediate Past Präsidentin SI Deutschland Manuela Nitsche, SI Präsidentin Club Münster Dr. Kathrin Schepers
Sie ist in einer Broschüre mit allen Projekten und Aktivitäten im Verlauf der 50 Jahre dokumentiert. Dazu gehören vor allem auch verschiedene „Über Wasser“-Projekte, die 15 weitere Clubs der Region weiterhin organisieren und das Stipendium für eine junge Musikerin der Jugendakademie, einem gemeinsamen Hochbegabtenprojekt der Westfälischen Schule für Musik und der Musikhochschule Münster. Zwei frühere erfolgreiche Stipendiatinnen rahmten das Programm ein, zu dem auch Grußworte des Bürgermeisters Klaus Rosenau und der Friendship-Links aus den Niederlanden und aus Großbritannien gehörten.
Die unglaubliche Hitze war auch während des Galaabends am Aasee kaum ein Hindernis für viele anregende Gespräche, zu dem auch ein unterhaltsames Programm beitrug, u.a. mit einer Debatte des Debattierclubs der Universität Münster ob der „Have-it-all Feminismus“ mehr schade als nütze. Als krönenden Abschluss konnte der Club „Cactus Junges Theater“, seinem Förderprojekt seit 30 Jahren, eine Spende von 3.000,00 € überreichen.
Das Zusammensein mit vielen Gästen und Sorores war ein großer Erfolg und motiviert weiterhin in soroptimistischer Weise dabei zu bleiben.